Films

3100 Meilen: Laufen für die Seele

The annual Self-Transcendence 3100 Mile Race was called 'The Mount Everest of ultra marathons' by The New York Times. This is the longest certified footrace in the world. Athletes are able to test themselves in a format unlike any other ultra-marathon event. They must average 59.6 miles per day - for 52 straight days - in order to reach 3100 miles.     If you are not aware of what you can do - this is the book for you. For your victories over the limitations, fear and impossibility. For your inspiration in becoming a true human being.

With German subtitles

Recommanded by Barbara Schu, media educator at the EwB
Erwuessener / Adultes / Erwachsene
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Bicherzelt 2021 - "Coup de Coeur"

Chaos im Netz

Randale-Ralph ist eine liebenswerte Videospielfigur, die in einer Spielhalle lebt und zwischen den Automaten hin- und herspringen kann. Versehentlich geht ihm das Lenkrad des Spieleautomats seiner Freundin Vanellope kaputt. Vanellopes Automat droht auf dem Müll zu landen. In der Halle gibt es einen Internetanschluss und die beiden beschließen, den Kauf des Lenkrads selbst in die Hand zu nehmen. Eine Reise in die Internetwelt beginnt. Als sie bei Ebay versehentlich die Kaufsumme für das Lenkrad auf eine utopische Summe hochgehandelt haben, müssen sie in kürzester Zeit Geld auftreiben. Ralph will das Internet schnell wieder verlassen. Vanellope beginnt zu zweifeln. Will sie wirklich zurück? Oder ein neues Leben beginnen? Der Film erzählt über die Gefahren des Internets, aber auch über den Wandel einer Freundschaft. Vielschichtig und kurzweilig erzählt.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 10+

Das Blubbern von Glück

Candis Phee ist ein besonderes 12-jähriges Mädchen. Sie kämpft unbeirrbar für ihr Ziel, das Glück zu ihrer Familie zurückzuholen. Es hatte sie verlassen, als die kleine Schwester vor drei Jahren am plötzlichen Kindstod starb. Aber Candis hat die verrücktesten Einfälle, um das Glück wieder in ihr Haus zu locken. Eine witzig erzählte Geschichte zu einem eher nachdenklichen Thema.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 9+

Das geheime Leben der Bäume

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch des bekannten Försters Peter Wohlleben. Er beleuchtet das „Sozialleben“ der Bäume, die in Kooperation und Kommunikation mit Artgenossen und Umwelt leben. Wohlleben kritisiert die Einstellung des Menschen, die Bäume lediglich als Ressourcen anzusehen. Das hat verheerende Konsequenzen, wie der Klimawandel zeigt. Durch einen übermäßigen Verbrauch gerät die Natur aus dem Gleichgewicht. Das Missverständnis, dass die Natur nur eine stumme und passive Umgebung ist, hat eine lange Geschichte. Darwin meinte aber ursprünglich mit dem Begriff „survival of the fittest“ nicht das Überleben des Stärksten, sondern des am besten Angepassten. Dementsprechend muss auch der Wald nicht gerettet oder neu bepflanzt werden, denn seine Regenerationsfähigkeit funktioniert reibungslos. Die Natur braucht den Menschen nicht, es ist umgekehrt. Ein Film, der zum Nachdenken anregt. Sehr empfehlenswert!

Barbara Schu, Medienpädagogin in der EwB
Jugendliche / Jeunes: 12+

Der Glanz der Unsichtbaren

Der Film erzählt von einer Tagesstätte für obdachlose Frauen, die liebevoll betreut werden. Sie soll geschlossen werden, weil zu wenige Frauen in den Arbeitsalltag integriert werden konnten. Nun beginnt für die vier engagierten Sozialarbeiterinnen ein Wettlauf mit der Zeit. Sie versuchen, Arbeitsstellen für die Obdachlosen zu finden, was bei allem Druck auch sehr komische Seiten hat, denn die Frauen sind weder fähig noch willens, sich in die genormten, verlogenen Rituale von Bewerbungsgesprächen pressen zu lassen. Der Film lebt vom Zusammenspiel professioneller Schauspielerinnen und Laiendarstellerinnen, die früher selbst auf der Straße gelebt haben. Durch sie und ihre Geschichten bekommt der Film etwas Authentisches. Er zeigt Frauen mit Lebensfreude und mit der ermutigenden Kraft, etwas bewegen zu wollen. Absolut empfehlenswert.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Erwuessener / Adultes / Erwachsene

Der Nussknacker und die vier Reiche

Auf die große Weihnachtsgala im Schloss haben Clara, ihre Geschwister Louis und Fritz, sowie ihr Vater überhaupt keine Lust. Erst gerade ist Claras Mutter gestorben, wer kann da fröhlich sein? Doch die Familie hat keine Wahl. Dann wird Clara überrascht: ein glänzendes Ei und ein goldener Schlüssel bringen sie in eine magische Welt.

Die märchenhafte Zauberwelt, in die Clara gelangt, besteht aus vier Reichen: das Süssigkeitenland, in dem sie nach Herzenslust naschen kann, das Blumenland, das duftend und bunt im Sonnenschein erstrahlt und außerdem das Schneeflockenland, das weiß und frostig ist. Nur das vierte Reich scheint unter einem bösen Zauber zu stehen. Eine böse Fee regiert im Spielzeugland und vertreibt jeden, mithilfe des Mäusekönigs und seinen Mäusen. Die Mäuse waren es auch, die Claras Schlüssel stibitzt haben. So macht sich das Mädchen zusammen mit dem Nussknacker-Soldaten Philip auf den Weg ins verzauberte Land, um den Schlüssel wiederzuholen. Und damit beginnt ein spannendes Abenteuer. Eine weihnachtliche Märchenverfilmung für alle großen und kleinen Zuschauer ab 8 Jahren.


Barbara Schu, Medienpädagogin der EwB
Kinder / Enfants: 8+

Der geheime Garten

Dieser Film ist eine zauberhafte Neuverfilmung des berühmten Kinderbuchklassikers. Nach dem tragischen Tod ihrer Eltern muss sich die 10jährige Mary von Indien auf den Weg in die alte Heimat machen - nach Schottland. Hier lebt sie von nun an bei ihrem Onkel, der derart in seine Traurigkeit über den frühen Tod seiner Frau versunken ist, dass er sich weder um Mary noch um seinen eigenen Sohn Colin kümmern kann. So ist sie in dem großen Haus ganz auf sich allein gestellt und beginnt ihre Umgebung zu erkunden. Colin lernt Mary erst später kennen. Er lebt in einem anderen Flügel des Schlosses und verlässt das Bett nicht, da er glaubt, nicht laufen zu können. Gemeinsam mit Dickon, einem Jungen, der oft durch die nebligen Moore streift, erkundigen sie den magischen Garten, den das Haus umgibt. Der Garten hat Zauberkräfte und Colin überwindet seine Krankheit. Tolles Heimkino!

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der EwB
Kinder / Enfants: 9+

Der kleine Drache Kokosnuss

Im zweiten Animationsfilm des kleinen Drachen gilt es für den Held der bekannten Kinderbuchserie, mit seinen Freunden ein Abenteuer im Dschungel zu bestehen. Die Drachen wollen ihre Ferien auf einer Insel verbringen. Leider sind im Sommerlager keine Stachelschweine erlaubt, und so müssen Kokosnuss und Freund Oskar ihre Freundin Matilda in einer Kiste ins Schiff schmuggeln. Der Schmuggelversuch glückt. Die Reisegruppe trifft auf Wasserdrachen, die eine andere Sprache sprechen. Sie lassen das Schiff der Reisegruppe nicht vorbei. Als das Boot eine andere Strecke nehmen will, fährt es prompt gegen einen Felsen. Alle müssen das Schiff verlassen und zu Fuß einen Weg zum Ferienlager suchen, mitten durch einen Dschungel fleischfressender Pflanzen. Die Geschichte ist für kleinere Kinder nicht zu spannend und bewusst langsam erzählt.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 5+

Ein Licht zwischen den Wolken

Der Hirte Besnik lebt mit seinem Vater in einem albanischen Bergdorf. Die Mutter ist gestorben, die beiden Geschwister sind ausgezogen. Da der Vater schwer krank ist, kommen sie nach Hause zurück. Als Moslem Besnik in der dorfeigenen Moschee eine ungewöhnliche Entdeckung macht, stellt er damit die religiöse Gemeinschaft des Dorfs auf die Probe. Denn: Die Moschee war einst eine Kirche ...

So einfach das Leben im Dorf im Allgemeinen ist, so schwierig gestaltet sich das Miteinander. Das zeigt sich nicht nur in den Konflikten innerhalb von Besniks Familie, sondern auch im religiösen Zusammensein. Zwischen den Fronten steht der gutherzige Besnik, der sich in der Gesellschaft seiner Ziegen am wohlsten zu fühlen scheint. Die karge Schönheit der albanischen Berge bietet dazu die passende Kulisse. Ein berührender Film über das Miteinander der Religionen.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Erwuessener / Adultes / Erwachsene

Engel - Wenn Wünsche wahr werden

Eigentlich ist Engel ein ziemlich normales Mädchen: Manchmal tollpatschig und zurückhaltend, aber mit dem Herz am rechten Fleck. In der Schule gehört sie nicht zu den Beliebtesten ihrer Klasse, dafür hat sie eine wunderbare beste Freundin. Doch dann findet sie eine magische Taschenuhr, die jeden erdenklichen Wunsch erfüllen kann.

Am Anfang ist das sehr lustig und aufregend. Mit ihrer besten Freundin Keesje probiert sie ihre neue magische Kraft nach Herzenslust aus: Kakao aus dem Wasserhahn, ein eigenes Pony und fliegende Fahrräder - die beiden Mädchen lassen ihren Wünschen freien Lauf. Doch schon bald überkommen Engel erste Zweifel. Sollte sie mit ihrer Wunschuhr nicht auch Gutes tun? Von Keesje fühlt sie sich zunehmend ausgenutzt, so dass sich die Freundinnen ordentlich verkrachen.

Engels Wunschuhr bleibt nicht lange unentdeckt. Als sie ihren Mitschüler*innen alle Wünsche erfüllt, ist sie auf einmal sehr beliebt und populär, während sie sich von Keesje immer weiter entfremdet. Sie steht vor der Entscheidung: Freundschaft oder die Erfüllung aller Wünsche.

Hast du dir auch schon mal vorgestellt, wie es wäre, wenn du alle Wünsche wahr werden lassen könntest? Du könntest alles haben, was dein Herz begehrt. Aber wärst du dann glücklicher? Genau dieser Frage geht der Film nach. Engel sehnt sich wie viele Jugendliche nach Anerkennung, muss aber feststellen, dass sie ohne Wunschuhr wirklich glücklich ist. Viele Dinge zu besitzen macht sie zwar beliebt, ihre beste Freundin Keesje ist dem Mädchen aber viel wichtiger. Sie übernimmt Verantwortung und gibt ihre Macht für die Freundschaft auf. Das ist eine schöne Botschaft, über die es sich nachzudenken lohnt.

Der Film ist märchenhaft, lustig und spannend. Alle Figuren sind vielseitig gezeichnet und die jungen Darsteller*innen spielen ihre Rollen natürlich, lebendig und überzeugend. Das macht den Film zu einer guten Unterhaltung mit Tiefgang, der vor allem etwas ältere Kinder und Jugendliche anspricht.

Barbara Schu, Medienpädagogin in der EwB

Kinder / Enfants: 9+

Invisible Sue

Eine 12-Jährige hat nach einem Unfall im Labor ihrer Mutter plötzlich die Fähigkeit, zeitweise unsichtbar werden zu können. Das Mädchen erkennt bald die Vorzüge der neuen Superkraft, die es unter Beistand zweier Freunde strategisch einzusetzen gilt, als ihre Mutter entführt wird. Der Jugendfilm bietet eine wilde Mischung aus Fantasy- und Actionelementen und kann mit flottem Tempo für sich einnehmen. Spannender Film ab 10 Jahren

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der EwB
Kinder / Enfants: 10+

James und der Riesenpfirsich

Der kleine James lebt seit dem Tod seiner geliebten Eltern bei seinen schrecklichen Tanten, die ihm das Leben sehr schwer machen. Eines Tages jedoch passiert ein kleines Wunder: Im Garten ist ein Riesenpfirsich herangewachsen. Darin leben kleine Geschöpfe: ein Marienkäfer, ein Glühwürmchen, ein Tausendfüssler, eine Heuschrecke, eine Spinne und eine Raupe. Zusammen beginnt für alle eine phantastische Reise in eine neue, bessere Traumwelt. Unterwegs lernen James und seine Reisebegleiter wie wichtig es ist zusammen zu halten und dass, wenn jeder mit seinen Fähigkeiten anpackt, Träume wahr werden können.

Kinder / Enfants: 8+

Jim Knopf und die Wilde 13

Neue Abenteuer warten auf Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer! Nachdem die beiden Freunde den Drachen Frau Mahlzahn besiegt haben, sinnt die Piratenbande "Die Wilde 13" auf Rache. Mit ihren Dampfloks Emma und Molly begeben sich die Lummerländer auf eine gefährliche Reise, auf der auch Jims sehnlichster Wunsch in Erfüllung gehen könnte: Er will endlich die Wahrheit über seine mysteriöse Herkunft ans Licht bringen.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der EwB
Kinder / Enfants: 7+

Knerten und das große Weihnachtsabenteuer

Wie Polarforscher würden Lillebror und sein hölzerner Freund Knerten am liebsten Abenteuer erleben. Im Schneehaus wohnen und mit dem Hundeschlitten über Schnee und Eis fahren, das wäre toll. Als Knerten am Weihnachtstag verschwindet, packt Lillebror seine Ausrüstung und geht auf seine erste Expedition. Er muss Knerten unbedingt finden.

Lillebror und seine Familie ziehen um. Jetzt wohnen sie im neuen Haus in einer Gegend, in der sich der Junge und sein hölzerner Freund gar nicht auskennen. Wie gut, dass es noch die alten Filme über den Entdecker des Südpols gibt, Roald Amundsen. Da kann Lillebror davon träumen, selbst ein Polarforscher zu sein. Doch leider fehlt dafür noch der Schnee. Wie blöd, denn bald ist Weihnachten. Und ausgerechnet am Weihnachtstag wird Knerten dann von Lillebrors Vater weggeschickt wird, weil er mit Lillebror am schön geschmückten Weihnachtsbaum Unsinn gemacht hat. Doch wie soll ein kleiner Ast im kalten Winter Norwegens zurecht kommen und wieder nach Hause finden? Nur Polarforscher Lillebror kann ihm helfen. Als er seinen Freund tatsächlich entdeckt, beginnt ein eisiger Schneesturm. Wie gut, dass beide wissen, wie sie ein Iglu bauen können. Dort sind sie erst einmal sicher. Ob ihre Familie sie wohl schon vermisst?

Die Abenteuer von Lillebror und seinem hölzernen Freund hat sich Anne-Catharina Vestly ausgedacht und sie für Kinder aufgeschrieben. Die Bücher sind in Norwegen sehr beliebt. Toll an diesem Weihnachtsabenteuer ist, dass Lillebror mit ganz viel Fantasie die Expedition von echten, berühmten Polarforschern so überzeugend nachspielt, dass du sicher am liebsten gleich mitspielen würdest. So lernst du etwas über Entdecker und mit Lillebror überstehst du natürlich alle gefährlichen Situationen. Du kannst dich also auf ein aufregendes und spannendes Filmabenteuer freuen.

Knerten, der Ast, wird durch Lillebrors Fantasie lebendig. Im Film gelingt das durch die Technik der Computeranimation. Schnell vergisst du, dass kleine Holzzweige sich eigentlich nicht bewegen und schon gar nicht sprechen können, denn Knerten kann springen, tanzen, singen und Unsinn machen. Lillebrors Vater will seinem Jungen zu Beginn des Films immer erklären, dass ein Ast so etwas alles nicht kann. Doch Lillebror glaubt fest daran. Er ist ein mutiger, kleiner Junge, der Erwachsenen zeigt, wie wichtig Fantasie und Spiele für Kinder sind. Schau dir am besten selbst an, wie und warum sich Knertens Vater dann doch noch ändert.

Auf jeden Fall erleben Knerten, Lillebror und seine Familie sehr besondere Weihnachtstage und merken auch, dass sie als Familie richtig gut zusammenhalten, wenn es darauf ankommt.

Barbara Schu, Medienpädagogin in der EwB

Kinder / Enfants: 5+

Latte Igel und der magische Wasserstein

Latte, die sich stolz „Prinzessin“ nennt, will allen beweisen, dass sie kein Störenfried und Quälgeist ist, sondern eine mutige Heldin. „Ihr werdet euch noch wundern, was ich alles kann!“, ruft sie und macht sich auf den Weg in den Nordwald, wo der Bärenkönig Bantur und sein Volk leben.

Bantur hat den sagenhaften Wasserstein gestohlen, sodass im Wald das Wasser verschwunden ist. Für Latte beginnt eine gefährliche Mission, und da ist es gut, dass sie den Eichhörnchenjungen Tjum als Freund hat, der mit ihr durch dick und dünn geht. Selbst dann noch, wenn es Latte mal wieder übertreibt und es zwischen beiden so richtig fetzt. Doch das Wasser ist eine ernste Sache, da muss man den Stolz überwinden und sich aufeinander verlassen: auf sich selbst, aber auch auf alte und neue Freunde wie Banturs Sohn Amaroo.

Latte Igel gibt es schon seit fast 60 Jahren als großartiges Bilderbuch des finnischen Schriftstellers Sebastian Lybeck. Dazu gab es tolle Zeichnungen von Daniel Napp, von denen im Film jetzt aber kaum noch etwas übrig ist: Der Zeichentrickfilm sieht ganz anders aus, die Bilder sind ein bisschen weniger „besonders“ als die alten Bilder. Dennoch sind sie auf ihre moderne Art auch wirklich schön anzusehen und bringen den Zuschauer in genau die Stimmungen, die zum Verlauf der Geschichte passen.

Was auch neu ist: Latte ist jetzt ein selbstbewusstes Mädchen, und mit dem streift man sehr gern durch den herbstlichen Wald.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 6+

Lena & Snowball

Lena lebt mit ihrem Vater und ihrem Hund in der amerikanischen Kleinstadt Fitzgerald. Am liebsten bastelt sie allein in ihrem kleinen Gartenhaus Kunstwerke zusammen. Auf dem Heimweg stöbert ihr Hund ein kleines Löwenbaby auf, das sich im Gebüsch neben der Straße versteckt hatte. Leider sind dem Tier jedoch zwei Schmuggler auf der Spur. Der Film erzählt davon, wie Lena und Jake Freunde werden und beide lernen müssen, was das eigentlich bedeutet: Zueinander zu halten und da zu sein, wenn der oder die andere Hilfe braucht.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 10+

Leo Lausemaus

Die Abenteuer der kleinen Maus Leo Lausemaus aus der bekannten Buchserie sind als Kurzfilme von jeweils ca. 10 Minuten erschienen. Sie sind besonders für die Jüngsten geeignet. Leo Lausemaus ist 4 Jahre alt und geht in den Kindergarten. Er lebt mit seiner Familie – Mama, Papa und seiner kleinen Schwester Lili – in einem kleinen Dorf mitten im Wald. Leos ständiger Begleiter ist Teddy, den er immer bei sich trägt, ob im Kindergarten, beim Spielen mit seinen Freunden oder beim Besuch bei Oma und Opa. Leo trifft im Kindergarten täglich seine Freunde, mit denen er gemeinsam die Welt entdeckt. Die Handlungen sind kurz und enthalten Elemente, die an der Lebenswelt der Kinder anknüpfen. Die Kinder können sich mit den Filmfiguren identifizieren und die Geschichten „miterleben“. Sehr zu empfehlen!

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 3+

Luca

Luca kann es kaum glauben. Er war zum ersten Mal an Land. Er hat sich zum ersten Mal in einen Menschen verwandelt, als er das Wasser verlassen hat. Er hat zum ersten Mal etwas getan, wovor seine Eltern ihn immer gewarnt haben. Und es war großartig. Moment, wer ist Luca? Ein Seemonster!

Wobei wir hier erst einmal etwas klarstellen müssen: Eigentlich ist Luca kein Monster, sondern total nett. So, wie alle anderen der Meeresbewohner auch. Doch weil die Menschen sich vor ihnen fürchten und manchmal sogar Jagd auf sie machen, ziehen sie sich lieber zurück, verstecken sich in ihren Höhlen und hüten ihre Fische.

Klingt langweilig? Findet Luca auch. Und deshalb will er endlich mal die Welt der Menschen kennenlernen. Schwer ist das im Grunde auch gar nicht. Denn an Land nehmen die Seemonster sofort ganz automatisch eine Menschengestalt an. Als Luca dem Seemonster Alberto begegnet, das schon lange an Land lebt, ist es um ihn geschehen. Immer häufiger schleicht er sich von zu Hause fort. Und mit Alberto schmiedet er einen neuen Plan. Mit einem Roller wollen sie noch mehr von der Welt der Menschen entdecken. Doch um einen Roller zu kaufen, brauchen sie erst einmal Geld. Und das gibt es Hauptgewinn bei einem großen Rennen in einem nahe gelegenen Dorf. Schnell verbünden sie sich mit dem Menschenmädchen Giulia. Doch es gibt ein Problem: Fast alle im Dorf sind Fischer und als Seemonster befinden sie sich dort in der Höhle des Löwen.

Kennst du das? Deine Eltern verbieten dir, irgendwo hinzugehen, aber du tust es trotzdem? So geht es Luca, dem neugierigen Seemonster in diesem tollen Computeranimationsfilm aus dem Pixar Studio („Ratatouille‟, „Toy Story‟). Luca will seine Eltern damit gar nicht ärgern. Er will einfach die Welt entdecken und etwas erleben. Aber so fantastisch die Reise in die Welt der Menschen auch ist, so schwierig ist sie auch. Luca und Alberto wissen ganz genau, dass sie dort nicht willkommen wären, wenn die Menschen wüssten, woher sie eigentlich kommen. Und nun stell dir vor, was passiert, wenn Luca und Alberto versehentlich nass werden. Richtig: Sie verwandeln sich zurück in Seemonster! Das sorgt für einige komische und gefährliche Szenen.

Kurzweilig erzählt „Luca‟ von den Abenteuern von Alberto und Luca, von ihrer Freundschaft, vom Streit zwischen ihnen, von ihrer Angst zuzugeben, wer sie wirklich sind. So geht es hier vor allen Dingen darum, sich nicht zu verstecken und seinen eigenen Weg zu gehen. Ganz egal, ob man nun ein Seemonster unter Menschen ist oder ein Mensch, der nicht so ist oder sein möchte wie die meisten um ihn herum.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der EwB

Kinder / Enfants: 6+

Max und die wilde 7

In einem Seniorenheim geht ein Dieb um! Der neunjährige Max ist frisch in die alte Burg Geroldseck eingezogen, die in der Nähe des Heimes liegt. Seine Mutter arbeitet dort als Pflegerin. Mit gleichaltrigen Freunden tut sich Max schwer, dafür rauft er sich mit drei vitalen „Alten“ zu einem Detektiv-Team zusammen, das den Täter mit cleverer Kombinationsgabe aufspürt. Bis sich alle verstehen und gegenseitig respektieren, müssen aber noch manche Vorurteile überwunden werden. Oft nimmt der Film kein Blatt vor den Mund, um zu zeigen, wie fern sich junge und alte Menschen sein können, wenn sie nicht gerade Enkel und Großeltern sind. Doch er zeigt auch: Freundschaft, Respekt und Zusammenhalt sind wichtige Dinge, die man mit Menschen jeden Alters teilen kann. Die Vorlage zu dem Film ist eine gleichnamige Buchserie. Beides sehr zu empfehlen.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der EwB
Kinder / Enfants: 9+

Mein Bruder, der Superheld

Wenn wichtige Entscheidungen anstehen, bespricht das die Familie von Jack immer gemeinsam – nicht etwa im Wohnzimmer, sondern im Auto vor einem Supermarkt. So erfährt Jack, dass er neben zwei älteren Schwestern noch einen Bruder haben wird. Das freut ihn riesig. Allerdings hat Gio, so heißt der kleine Bruder, das Down-Syndrom und muss mit verschiedenen Behinderungen leben. Humorvoller Familienfilm, der einfühlsam von einer liebevollen Geschwisterbeziehung und der Furcht vor Ausgrenzung erzählt. Ohne Illusionen über die Herausforderungen des innerfamiliären Zusammenlebens zu verbreiten, wirbt der Film mit viel Herzlichkeit für die Überwindung von Vorurteilen und Ängsten.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 10+

Mein Lotta-Leben

Lotta und Cheyenne wissen genau, dass die eingebildete Berenike und ihre Freundinnen den berühmten Sänger Marlon total toll finden. Zufällig ist er in der Stadt und sucht Sängerinnen für seine Show. Wenn sie es schaffen, Marlon zur Party zu bringen, sind Lotta und Cheyenne mittendrin. Ein guter Plan, aber leider geht einiges schief. Deshalb kommt es auch zum Streit zwischen den beiden Freundinnen. Eine gut gelungene Verfilmung der bekannten gleichnamigen Buchreihe „Mein Lotta-Leben“ mit vielen witzigen Filmmomenten, Musik- und Tanzszenen. Was den Film besonders auszeichnet, ist die Kunst, Wortspiele, die die literarische Vorlage so besonders machen, filmisch einzuarbeiten. Gleiches gilt für die unzähligen comic-haften Textblasen, die die Szenen unterstützen. Gutes Kinderkino. Allen Mädchen und auch Jungs empfohlen.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 7+

Mein etwas anderer Florida Sommer

Ein unmotivierter 16-jähriger Teenager kann den Sommer nicht wie erhofft bei seinem Vater in Florida verbringen, sondern muss in einer öden englischen Vorstadt bei seiner Mutter bleiben. Diese versucht zu ihrem passiven Sohn durchzudringen, der jedoch immer wieder abblockt, obwohl ihre Vertrautheit unübersehbar ist. Zugleich fragt sich die geschiedene Bibliothekarin aber auch selbst zaghaft, ob ihr Leben ihr nicht noch mehr zu bieten habe. Eine leise-melancholische Komödie voller Empathie und Humor, die das Auseinanderdriften zwischen Eltern und Teenagern realitätsnah wiedergibt. Neben schmerzlichen Begegnungen stehen dabei auch schreiend-komische Situationen.

Barbara Schu, Medienpädagogin in der EwB
Jugendliche / Jeunes: 14+

Mina und die Traumzauberer

Patchwork-Familien sind eine schöne Sache, aber der Weg dorthin ist nicht immer ohne Dornen. Vor allem, wenn man als Tochter die Mutter vermisst, den Vater gerne für sich allein hätte und die neue Stiefschwester, die sich nur für Instagram interessiert, den geliebten Hamster für eine Ratte hält. Man hat‘s nicht leicht. Zufällig bemerkt Mina, dass es ein verborgenes Traumland mit schrulligen Traumzauberern und fleißigen Robotern gibt, die die Träume wie am Theater inszenieren und Kulissen bauen. Und als sie versehentlich in dessen Traum ihrem Vater Sardellen serviert, wird der in Wirklichkeit sardellensüchtig.

Der Film erzählt auf ehrliche Weise von den Schwierigkeiten einer Patchworkfamilie und wie schlimm es sein kann, wenn Eltern sich trennen und man sich verlassen fühlt. Die Versöhnung am Ende kommt zwar etwas plötzlich und irgendwie retten sich zum Schluss alle gegenseitig. Dabei bleibt der Film aber immer fantasie- und gefühlvoll.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 6+

Romys Salon

Seit ihre Eltern getrennt leben, geht Romy jeden Tag nach der Schule zu ihrer Oma, die einen Friseursalon besitzt. Sie geht dort nicht gerne hin, denn die Oma ist nicht besonders freundlich zu ihr. Doch in letzter Zeit hat sich das verändert: Oma benimmt sich ein wenig merkwürdig. Zum Beispiel schleichen sich immer wieder Fehler in die Abrechnungen ein und das Geld ist nicht dort wiederzufinden, wo man es vermuten würde. Romy merkt, dass ihre Oma Hilfe braucht und bietet sie ihr an. Das Verhältnis zwischen Romy und Oma verändert sich positiv und beide beschließen, dass sie niemandem etwas davon verraten. Zumindest so lange, bis Romy einer Kundin die Lockenwickler ins Haar drehen muss, weil Oma am Nachmittag noch im Nachthemd ist… Der Film wird leicht, mit Humor und doch sehr sensibel erzählt. Absolut empfehlenswert.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 10+

Scooby!

Scooby Doo und Shaggy sind die besten Freunde. Gemeinsam mit Velma, Daphne und Fred sind sie die Mystery Inc. und lösen mysteriöse Rätsel. Doch dann streiten sich Scooby und Shaggy mit ihren Freunden und verlassen die Gruppe – und werden prompt von einer Herde Mini-Roboter angegriffen.

Zum Glück kommen ihnen der Superheld Blue Falcon und sein Roboter-Hund Dynomutt zu Hilfe. Gemeinsam finden sie heraus, dass die Mini-Roboter vom bösen Dick Dastardly geschickt wurden. Dastardly ist hinter Scooby Doo her, denn er braucht Scooby, um die Tore zur Unterwelt zu öffnen und den Geisterhund Cerberus zu befreien. Um ihn aufzuhalten, tun sich Scooby und Shaggy mit Blue Falcon und seinem Team zusammen. Aber auch Velma, Daphne und Fred machen sich auf, um ihren Freunden beizustehen.

Scooby Doo und die Mystery Inc. lösen in ihrer Zeichentrick-Serie schon seit über 50 Jahren mysteriöse Fälle. Was in dieser Zeit aber nie verraten wurde, war, wie sich die Freunde eigentlich kennengelernt haben – bis jetzt. Der Film erzählt, dass Scooby und Shaggy seit ihrer Kindheit beste Freunde sind und dass ihre Freundschaft etwas Besonderes ist – so besonders, dass sie der Schlüssel zum Happy End dieser Geschichte ist.

Tolle Unterhaltung in Zeiten wo man vielleicht noch häufiger den Satz hören muss: Mir ist so langweilig!

Barbara Schu, Medienpädagogin in der EwB
Kinder / Enfants: 7+

Shelly und Orphan

Das Mädchen Shelly kommt nach dem Tod seiner Mutter zu einer Pflegefamilie, die es sehr schlecht behandelt. Sie flieht und landet auf der Farm des brummigen Einsiedlers Ben. Doch eines Morgens reißen Wölfe eine Pferdemutter, und als Ben dem Pferd den Gnadenschuss geben muss, bleiben zwei Waisen zurück. Das Fohlen folgt Shelly, so dass sie nicht fliehen kann. Sie muss sich nun mit dem nicht sehr gesprächigen Ben auseinander setzen. Shelly nennt das Fohlen Orphan. Als die tote Mutter abgeholt wird, geht das Fohlen durch. Während Shelly und Ben das Kleine suchen, wird auch Shelly von ihrer Pflegefamilie gesucht. Ben versteckt Shelly. Orphan taucht plötzlich wieder auf und Ben und Shelly freunden sich an. Beide müssen lernen, dass sie auf die Hilfe anderer angewiesen sind und dass Verzeihen ein Schlüssel zum Glück sein kann. Ein toller Film, der zunächst sehr spannend ist und im zweiten, ruhigeren Teil durch stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen besticht.

Barbara Schu, Medienpädagogin der EwB
Kinder / Enfants: 9+

Soul

Was macht uns Menschen aus? Wie werden wir... wir? Diese Fragen stellt sich die eigensinnige Seele namens 22 nicht. Sie mag weder die Persönlichkeiten, noch die Interessen, die Menschen erhalten, bevor sie auf der Erde ankommen. Bis sie eines Tages auf Joe Gardner trifft. Durch ein dummes Missgeschick landet der aufstrebende Jazzmusiker nur wenige Stunden vor seinem großen Auftritt an dem fantastischen, mystischen Ort, an dem sich alle Seelen aufhalten, bevor sie auf die Erde kommen. Dort muss er sich fortan mit der neunmalklugen 22 an seiner Seite auseinandersetzen. Ein nachdenklicher und auch humorvoller Film über den Sinn des Lebens, der für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist.

 

 

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der EwB
Kinder / Enfants: 11+

Sune vs Sune

Als der zehnjährige Sune nach den Sommerferien in seine Klasse kommt, sitzt dort bereits ein neuer Schüler, der auch Sune heißt. Prompt nennt die Lehrerin den alten Sune: Sune 2. Bestürzt muss er feststellen, dass der neue Sune zudem viel interessanter zu sein scheint als er. Alle finden ihn cool, sogar seine Freundin Sophie.

„Sune vs Sune“ steht für „Sune versus Sune", das wiederum bedeutet „Sune GEGEN Sune". Und darum geht es ab sofort. Um seinen Platz – und vor allem Sophie – zurückzuerobern, muss er cooler werden, glaubt der alte Sune. Doch weil er gar nicht weiß, wie er das anstellen soll, fallen seine Versuche schräg bis kläglich aus, und Sophie sagt ihm deutlich, was sie davon hält: „Du bist nicht du selbst“.

Die Angst, nicht zu genügen, kennt wohl jeder. Davon erzählt dieser Film auf unheimlich witzige Weise. Gute Dialoge, viel Situationskomik und lauter schräge Einfälle machen Sunes Selbstfindungsabenteuer zu einer tollen Komödie.

Barbara Schu, Medienpädagogin bei der ErwuesseBildung
Kinder / Enfants: 9+

Warum Israel?

Der Debütfilm des französischen Dokumentaristen Claude Lanzmann, „Warum Israel?“ (2017) ist in einer DVD-Sonderausgabe neu erschienen.

Jeder Nationalstaat ist ein Konstrukt. 25 Jahre nach der Gründung Israels beschäftigte sich der französische Dokumentarist mit dem Bauplan des jungen Staates. Als junger Universitätsdozent in Tübingen und in Berlin und später als Journalist in Frankreich hatte Lanzmann die Gründung des jüdischen Staates 1948 nur am Rande wahrgenommen. 1973 interessierte er sich jedoch dafür, wie die Verwirklichung einer jüdischen Utopie aussieht – sowohl in ihrer stabilen wie auch in ihrer fragilen Form.  "Warum Israel?" war Lanzmanns erster Film vor seinem Lebenswerk „Shoa". Bis dato hatte primär an der Zeitschrift „Les Temps modernes“ von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir mitgewirkt.

Mit seinem journalistisch-kritischem Gespür näherte sich Lanzmann nun Israel. Er interviewte Menschen aus möglichst unterschiedlichen Bereichen, Berufen, Altersgruppen und Schichten; immer wieder hakt er nach und schneidet die Thesen der einen gegen die Thesen der anderen. Daraus entsteht ein dreistündiges Mosaik einer Nation, die sich im Werden begreift: „Not yet a nation.“

Filmdienst

Jugendliche / Jeunes: 16+